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Treppenlift für Rollstuhlfahrer

Um leichter die Etage wechseln zu können, werden immer häufiger Treppenlifte in Ein- und Mehrfamilienhäuser eingebaut. Ist man auf einen Rollstuhl angewiesen, kann der nachträgliche Einbau eines Treppenliftes die Lebensqualität erheblich steigern.

Schiene eines Lifts entlang einer Treppe von oben gesehen

Wohnt man in einem Mehrfamilienhaus ohne Fahrstuhl, ist es für diejenigen, die auf einen Rollstuhl angewiesen oder nicht mehr gut zu Fuß sind, schwierig, sich frei zu bewegen. Für die Installation eines Treppenliftes für Rollstuhlfahrer, auch Plattformlifte genannt, brauchen Mieter die Erlaubnis des Vermieters. Sie können sie nach § 554 BGB verlangen, wenn der Umbau dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dient und dem Vermieter zumutbar ist. Eigentümer können von der Gemeinschaft nach § 20 Abs. 2 WEG angemessene Umbauten verlangen. Die Kosten tragen sie jeweils in der Regel selbst (keine Rechtsberatung). Sind die baulichen Voraussetzungen gegeben, ist dieser Einbau nur selten mit einem erhöhten Aufwand verbunden. Zumeist ist der Plattformlift binnen eines Tages einsatzbereit, bei kurvigen Treppen nach bis zu zwei Tagen.

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Für diejenigen, die auf dessen Nutzung angewiesen sind, bietet er die Möglichkeit, sich im Alltag frei zu bewegen und sich etwas Unabhängigkeit zu bewahren.

Funktionsweise und zusätzliche Optionen bei einem Treppenlift für Rollstuhlfahrer

Treppenlifte für Rollstuhlfahrer sind zumeist so gestaltet, dass sie im Treppenhaus oder als Treppenlift für außen im Freien angebaut werden können. Da die Plattform breiter ist als ein Sitzlift, darf das Treppenhaus nicht zu schmal und eventuell vorhandene Kurven dürfen nicht zu eng sein. Als Richtwert braucht er 100 bis 120 cm Treppenbreite. Im Mehrfamilienhaus muss zudem ein Fluchtweg frei bleiben. Steigungen bis rund 47 Grad stellen für den Lift kein Hindernis dar. Mit ihrer Traglast von meist 225 bis 300 kg können sie ohne Probleme auch schwere Elektrorollstühle tragen. Trotz ihrer robusten Bauweise können sie an der Wand oder über Stützen befestigt werden. Allerdings sollte man im Vorhinein die Belastbarkeit des Materials prüfen lassen.

Besonders interessant ist für viele Rollstuhlfahrer die Größe der Plattform. Üblich sind rund 800 x 800 bis 800 x 1.000 mm. Auch in öffentlichen Gebäuden richtet sich die Größe nach Modell und Gebäude. Möchte man in ein Ein- oder Mehrfamilienhaus einen solchen Rollstuhllift installieren, kann man die Größe der Plattform der Größe des Rollstuhles anpassen. Zum anderen spielen auch die baulichen Gegebenheiten eine große Rolle.

Die Funktionsweise eines Plattformliftes ist ebenso einfach wie effizient. Dabei ist die Plattform des Liftes, auf die der Rollstuhlfahrer über eine anklappbare Rampe fährt, an einem Haltesystem befestigt. Häufig kommen Treppenlifte mit einem Zwei-Rohr-System zum Einsatz. Durch die zwei Punkte, an denen die Plattform geführt wird, ist eine sichere Fahrt gewährleistet.

Die Steuerung der verschiedenen Plattformlifte erfolgt zumeist auf unterschiedliche Art und Weise.

  • An den meisten Liften sind sowohl eine Innen- als auch eine Außensteuerung vorgesehen.
    Eine Außensteuerung ruft den Lift in die richtige Etage. Im unbeladenen Zustand begibt er sich auf den Weg. Dabei ist die Ladefläche angeklappt.
  • Die Innensteuerung ist per Hand von der Plattform des Liftes zu bedienen. Über einen Joystick, Taster oder Kippschalter kann man den Lift aktivieren.

Damit der Lift auch im Falle eines Stromausfalles seinen Dienst nicht verweigert, werden die verschiedenen Modelle mit einem Akku versorgt. An den Haltepunkten befinden sich die Ladestationen.

Hat man sich für einen Hersteller entschieden, kann man noch zwischen verschiedenen zusätzlichen Ausstattungsoptionen wählen:

  • Sicherheitsschloss
  • Absenk- und Hebeautomatik
  • Fernbedienung für einen Begleiter
  • Klappsitz für Menschen mit einer Beeinträchtigung des Bewegungsapparates

Kosten und Fördermöglichkeiten

Ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer ist sowohl für den Eigentümer als auch für den Rollstuhlfahrer eine sinnvolle Angelegenheit. Kann sich Letzterer frei im Alltag bewegen und ist weniger auf die Hilfe anderer angewiesen, so kann der Eigentümer sein Haus barrierefrei gestalten. Das erhöht den Komfort auch für künftige Bewohner. Dabei kann bei einer umfassenden barrierefreien Gestaltung auf verschiedene Weise Unterstützung beantragt werden.

Was ein Rollstuhllift kostet, hängt von der Treppe ab: Als Richtwert ab rund 10.000 Euro bei geraden und ab rund 16.500 Euro bei kurvigen Treppen, inklusive Montage (Stand 2026). Ist die Anschaffung privat, kann man vor dem Einbau bei der Pflegekasse eine finanzielle Unterstützung beantragen (Treppenlift und Krankenkasse: Die Krankenkasse zahlt in der Regel nicht). Der maximale Förderwert liegt bei 4.180 Euro je Maßnahme mit Pflegegrad (§ 40 Abs. 4 SGB XI, Stand November 2026).

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