Aufzugfirmen im Überblick
Schon mehr als 170 Jahre hat der Mensch die Möglichkeit, Höhenunterschiede mit einem sicheren Fahrstuhl zu überwinden. Im Mai 1854 führte Elisha Graves Otis in New York seine Erfindung vor, eine Fangvorrichtung gegen den Absturz. Er selbst stellte sich auf eine Plattform und ließ sie hochziehen. Dann ließ er das Halteseil durchtrennen. Auf diese Weise wollte der Erfinder zeigen, dass seine Erfindung absturzsicher ist. Und tatsächlich: Sobald das Seil durchtrennt war, hielt die Plattform an. Mit diesem Ereignis entwickelten sich die Fahrstühle rasant weiter. Noch heute stellt die nach ihrem Begründer benannte Firma Otis Fahrstühle her, die in der ganzen Welt in Immobilien eingebaut werden.

Seitdem werden Aufzüge nicht mehr ausschließlich dafür genutzt, Lasten zu transportieren. Frühe Aufzüge dienten auch dazu, Speisen in den Speisesaal zu befördern. Die Erfindung von Otis hat der Architektur geholfen, sich weiterzuentwickeln und ungeahnte Höhen zu erklimmen. Von nun an konnte jeder höher gelegene Etagen erreichen, ohne große körperliche Anstrengungen auf sich nehmen zu müssen. Längst ist ein Fahrstuhl allein schon aufgrund der Barrierefreiheit selbstverständlich geworden. Häufig ist er auch in Mehrfamilienhäusern zu finden, und auch in Einfamilienhäuser wird er eingebaut.
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Die einzelnen Firmen im Bereich der Personenaufzüge
Obwohl sich immer mehr Firmen einen Namen in der Welt der Fahrstühle schaffen wollen, prägen wenige große Konzerne den Markt. Die unterschiedlichen Ansprüche an den Aufzug führten dazu, dass sich mit der Zeit die unterschiedlichen Firmen und Anbieter von Aufzügen auf einige wenige Produkte spezialisierten. Unter den Personenaufzügen sind die Hersteller Otis, Thyssen Krupp, Schindler und Kone weithin bekannt. Die frühere Aufzugssparte von Thyssen Krupp heißt heute TK Elevator. Alle vier zählen zu den größten Aufzugsfirmen der Welt.
Die einzelnen Firmen versuchen, die Aufzüge so zu gestalten, dass sie den Geschmack möglichst vieler Interessenten treffen. Ein wichtiger Faktor hierbei ist die Raumersparnis. So kann inzwischen auf den Maschinenraum verzichtet werden. Maße können individuell angepasst werden und das Design auf die räumlichen Gegebenheiten und den Geschmack des Gebäudeeigentümers abgestimmt werden.
So steht den Interessenten von der ersten Anfrage bis hin zur Wartung des Aufzuges ein Serviceteam zur Seite, das sich um die individuellen Belange kümmert:
- Planung des Fahrstuhles
- Einbau des Fahrstuhles
- Inneneinrichtung des Fahrkorbes: von der Kommunikationsanlage bis hin zu Lichtdesign und Farbe der Wandgestaltung
- Wartung
Die traditionsreiche Firma Otis, die vom Erfinder des sicheren Fahrstuhles gegründet wurde, ist noch heute im Bereich der Personenaufzüge tätig. Der Firmensitz befindet sich in Farmington im US-Bundesstaat Connecticut, seit 2020 ist Otis ein eigenständiges Börsenunternehmen. Die rund 72.000 Mitarbeiter erwirtschafteten 2025 einen Umsatz von rund 14,4 Mrd. US-Dollar. Otis hat bekannte Bauwerke mit Aufzügen ausgestattet. Beispiele hierfür sind der Eiffelturm, das Empire State Building und das alte World Trade Center in New York. Das neue One World Trade Center hat dagegen Aufzüge von ThyssenKrupp.
Ebenso bekannt im Bereich der Installation von Aufzügen ist die Firma Schindler. Das 1874 in Luzern gegründete Unternehmen hat seinen Firmensitz noch immer in der Schweiz. Ende 2025 beschäftigte die Gruppe 67.381 Mitarbeiter. Sie hat sich auf Personenaufzüge und Rolltreppen spezialisiert und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 10,9 Mrd. Schweizer Franken und einen Gewinn von rund 1,07 Mrd. Schweizer Franken.
Thyssen Krupp hat sein Aufzugsgeschäft 2020 verkauft. Es gehört seither einem Konsortium um Advent, Cinven und die RAG-Stiftung und heißt seit 2021 TK Elevator, kurz TKE. Das Unternehmen hat seinen eingetragenen Sitz in Essen und die Hauptverwaltung in Düsseldorf. Mit mehr als 50.000 Mitarbeitern erzielte es im Geschäftsjahr 2023/24 rund 9,3 Mrd. Euro Umsatz.
Kone hat seinen Sitz in Finnland. Das Unternehmen beschäftigte Ende 2025 knapp 65.000 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 11,2 Mrd. Euro. Die Börsen-Zeitung bezeichnete Kone und TK Elevator im Mai 2026 als die Nummern drei und vier der Branche. Am 29. April 2026 kündigte Kone an, TK Elevator zu übernehmen. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt der Behörden und wird frühestens im zweiten Quartal 2027 erwartet (Stand November 2026). Bis dahin bleiben beide Firmen eigenständig. Die Umsätze sind wegen unterschiedlicher Währungen und Geschäftsjahre nicht direkt vergleichbar.
Auch in Deutschland gehören diese vier Hersteller zu den bekanntesten Anbietern. Sie bieten neben der großen Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten und unterschiedlichen Varianten an Fahrstühlen auch Wartung und Service an. Eine Alternative sind viele kleine Firmen, die sich auf einige wenige Produkte spezialisiert haben. Ein Vergleich mehrerer Angebote lohnt sich in beiden Fällen.


