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Einen Aufzug nachträglich einbauen

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Immer mehr junge Familien planen beim Hausbau mittlerweile Platz für die Installation eines Hausaufzugs ein. Auf den ersten Blick mag das wie unnötiger Luxus erscheinen, in der Realität kann sich ein Aufzug aber sehr schnell als unverzichtbarer Gebrauchsgegenstand erweisen.

Beispiel: Aufzug nachträglich einbauenDenn nicht nur altersbedingte Leiden können dazu führen, dass man einzelne Stockwerke nicht mehr zu Fuß erreichen kann. Selbst in jungen Jahren kann einen solch ein Schicksal schneller ereilen, als einem lieb ist. Aber auch Bewohner von Mehrfamilienhäusern ohne Aufzuganlage und Hausbauer, die bei der Erstellung der eigenen Wände noch nicht vorausschauend geplant haben, müssen nicht grundsätzlich auf den Komfort eines Personen- oder Lastaufzugs verzichten. Denn eine nachträgliche Installation von Aufzügen ist oftmals einfacher, als es scheint.

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Großteil der Immobilien hat Nachholbedarf

In Deutschland sind es vor allem die kurz nach dem Krieg entstandenen Mehrfamilienhäuser, welche nicht über eine hauseigene Aufzugsanlage verfügen. Hier stand das schnelle Schaffen von Wohnraum im Vordergrund, während auf Installationen, die den Wohnkomfort steigern, zunächst weitestgehend verzichtet wurde. Hauseigentümer schrecken meist vor einer Nachrüstung eines Aufzugs zurück, weil sie hohe Kosten und einen immensen Arbeitsaufwand befürchten. Sie vernachlässigen dabei allerdings die Tatsache, dass der Wohnwert durch das Fehlen eines Aufzugs erheblich sinkt, was letztendlich zu einem Leerstehen der Wohnungen führt. Junge Familien schätzen es, wenn sie den Kinderwagen, Getränkekisten oder den wöchentlichen Großeinkauf bequem auf ihre Etage transportieren können. Ältere Bewohner und Rollstuhlfahrer sind – vor allem, wenn sie alleine leben – oftmals auf diese Form des Transports angewiesen, um überhaupt zu ihrer Wohnung zu gelangen. Für potenzielle Mieter ist das Nichtvorhandensein einer Liftanlage daher oftmals ein Grund, sich für ein anderes Objekt zu entscheiden. Dabei bieten zahlreiche Spezialfirmen mittlerweile schnelle und einfache Lösungen an, einen Aufzug nachträglich einzubauen.

Innen oder außen?

Nachträgliche Liftinstallation an einer Hausfassade

Nachträgliche Aufzuginstallation an einer Fassade

Das Treppenhaus erweist sich bei vielen Gebäuden als der ideale Ort, um einen Personenaufzug nachträglich einzubauen. Besonders in alten Immobilien entsteht durch den Gegensatz zwischen dem klassischen Design des Treppenhauses und der modernen Optik des Aufzugs ein interessanter visueller Gegensatz. Selbst enge Treppenhäuser stellen dabei kein Problem dar. Spezialfirmen sind mittlerweile in der Lage, Aufzugschächte mit einem lichten Maß von unter einem Quadratmeter zu installieren. Diese eignen sich zwar nicht, Kinderwägen oder Rollstühle zu transportieren, sind aber durchaus in der Lage, Personen und kleinere Gegenstände bis zu einem Gesamtgewicht von 130 Kilogramm zu bewegen. Die Errichtung eines Schachtgerüsts im Treppenhaus hat keinen oder nur einen minimalen Einfluss auf die Statik des Gebäudes, da die Stahlkonstruktion selbsttragend ist.

Benötigt der Fahrstuhlkorb mehr Platz, als das Treppenhaus zur Verfügung stellt, empfiehlt sich die Installation eines Aufzugs an der Außenfassade des Gebäudes. Da im Bereich des Haupteingangs oder im Innenhof – falls vorhanden – meist ausreichend Platz vorhanden ist, können hier größere Kabinen und Nutzlasten realisiert werden. So können auch Rollstuhlfahrer und deren Begleitperson die eigene Wohnung barrierefrei erreichen. Da das Stahlgerüst des Aufzugs an der Außenfassade des Gebäudes befestigt werden muss, muss diese unbedingt eine ausreichend hohe Tragfestigkeit aufweisen. Auch optisch bieten sich hier einige Gestaltungsmöglichkeiten, sei es durch eine Teil- oder Vollverglasung des Aufzugsschachts oder das Verkleiden mit Beton- oder Mauerwerksteilen.

Bevor die Wahl auf einen Innen- oder Außenaufzug fällt, müssen demnach zunächst diese Fragen geklärt werden:

  • Wie groß muss der Fahrstuhlkorb sein?
  • Welche Traglast muss der Fahrstuhl aufweisen?
  • Besteht ein Zugang auf allen Etagen?
  • Bei einer Außenmontage: ist ausreichend Platz für einen Zugangsweg vorhanden?

Kosten eines Personenaufzugs

Da jede Aufzuganlage eine Individualanfertigung ist, die speziell auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten ist, lassen sich keine pauschalen Angaben zum Preis für den Einbau eines Aufzugs machen. Grundsätzlich kann aber davon ausgegangen werden, dass ein Fahrstuhl, der drei Etagen erschließen und 5 bis 7 Personen transportieren soll, etwa 15.000€ bis 17.000€ kostet. Steht dabei vor allem der Transport gehbehinderter Menschen im Vordergrund, kommen meist sogar die Krankenkassen für einen Teil der Kosten auf. Neben den Einbaukosten muss weiterhin mit diesen Ausgaben gerechnet werden:

•    Kosten für Umbau des Treppenhauses
•    Kosten für die Erstellung eines Zugangswegs bei einer Außeninstallation
•    Laufende Kosten durch Strom, Wartung, Reinigung und TÜV

Hersteller moderner Aufzuganlagen achten bereits bei der Entwicklung darauf, dass diese möglichst energieeffizient arbeiten. So werden energiesparende LEDs eingesetzt, die wie der Ventilator und der Türantrieb nur in Betrieb genommen werden, wenn der Aufzug benutzt wird, und ansonsten im Standby-Modus verweilen. Um Wärmeverluste zu vermeiden, wird sowohl auf eine Isolierverglasung als auch auf ein automatisches Schachtentlüftungssystem gesetzt, welches einen kontinuierlichen Kamineffekt verhindert.

Welcher Fahrstuhltyp eignet sich?

Für den senkrechten Transport von Lasten und Personen bieten sich in erster Linie spindel-, seil- und hydraulisch betriebene Aufzüge an. Ihre Installation ist in nur wenigen Wochen möglich und bietet sich in Zusammenhang mit weiteren Sanierungsmaßnahmen an. So bleibt die Belastung für die Mieter möglichst gering. Sie benötigen keinen eigenen Maschinenraum oder Steuerschrank, da die komplette Steuerung im Rahmen untergebracht werden kann. Das resultiert in einem minimalen Platzbedarf, wodurch sie vielseitig einsetzbar werden. Je nach notwendiger Traglast ist ein Anschluss an eine 230 Volt-Steckdose meist schon ausreichend, was einen geräuscharmen Betrieb ermöglicht. Die zahlreichen Hersteller bieten überdies verschiedene Ausstattungsmöglichkeiten an. Unbedingt vorhanden sein sollten hierbei Handläufe und ein Bedientableau, welches rund um die Uhr mit einer Notrufzentrale verbunden ist und auch von Rollstuhlfahrern problemlos erreicht werden kann.

Hersteller von Fahrstühlen

Sowohl in Deutschland als auch im Ausland gibt es zahlreiche Hersteller und Anbieter von Lift- und Aufzuganlagen, die auch Lösungen für einen nachträglichen Einbau in einem Wohn- oder Bürogebäude anbieten. Es empfiehlt sich hierbei, Kostenvoranschläge von verschiedenen Anbietern einzuholen und Preise zu vergleichen. Folgende Hersteller bieten Aufzüge an, deren Installation auch nachträglich möglich ist:

  • ThyssenKrupp
  • Otis
  • Schindler
  • Kone
  • HIRO LIFT Hillenkötter + Ronsieck GmbH
  • Osma Aufzüge
  • Vestner Aufzüge GmbH & Co KG
  • Hartmann MTK
  • Haushahn Aufzüge
  • Dictator Technik GmbH
  • und viele mehr

Tipp: Detailierte Informationen zu den einzelnen Liftherstellern.

Alternative: Plattform- oder Treppenlift

In kleineren Objekten ist oftmals nicht ausreichend Platz vorhanden, um eine komplette Aufzuganlage zu installieren. Wenn nur ein oder maximal zwei Stockwerke überwunden werden müssen, empfiehlt sich nicht selten eine Treppenlift– oder Plattformlift– Installation. Sie werden direkt am Treppenaufgang montiert und befördern Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Personen sicher auf die nächste Ebene. Es existieren Modelle für den Einsatz im Innen- und Außenbereich, die den Menschen zu mehr Bewegungsfreiheit und einer Verbesserung der Lebensumstände verhelfen.

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